Wann Baumeister zum ersten Mal Bindemittel zum Bauen verwendeten, lässt sich nicht genau nachvollziehen. Aber Spuren von Kalkmörtel finden sich bereits an Bauwerken in der Türkei, die über 14'000 Jahre alt sind. In den Hochkulturen Mesopotamiens (ca. 2000 v. Chr.) verwendeten die Bauleute gebrannten Kalk. Von den Phönizern (1000 v. Chr.) ist bekannt, dass sie ihre Mörtel mit gemahlenem vulkanischem Gestein oder Ziegelmehl mischten und damit auch unter Wasser härtende Bindemittel herstellten.
Die Römer entwickelten das Wissen weiter. Sie waren die ersten, die mit Beton arbeiteten und damit Fundamente, Gebäudeteile, Wasserleitungen oder Hafenmauern erstellten. Grosse Teile des Kolosseums in Rom bestehen aus römischem Beton. Auch das Pantheon in Rom ist ein weiteres berühmtes Beispiel für die Beton-Baukunst der römischen Baumeister.
Im 19. Jahrhundert brannte der Engländer Aspdin eine Mischung aus Kalk und Ton. Mit seinem Bindemittel stellte er künstliche Steine her, die in der Farbe dem damals verwendeten Kalkstein von der englischen Küste entsprachen. Er nannte sein Produkt deshalb Portlandcement.
Beton wird oft als «Baustoff des 20. Jahrhunderts» bezeichnet – dass er auch das Potenzial zum Baustoff des 21. Jahrhunderts hat, beweisen zahlreiche betontechnologische Innovationen. Die Zeiten, als Beton noch ein einfaches 3-Stoff-Gemisch aus Zement, Wasser und Zuschlag war, sind vorbei – High-Tech-Beton ist heute ein 6-Stoff-System aus Zement, Zuschlag, Wasser, Zusatzmitteln, Zusatzstoffen und Luft. Mit alphaPACT™ und alphaPOWER™ stehen uns Betone der neuesten Generation zur Verfügung.