
Betonstahl
Heutzutage kommt fast ausschliesslich Betonstahl mit einer charakteristischen Fliess- oder Streckgrenze von 500 N/mm² zur Anwendung. Die modernen Betonstähle sind bezüglich ihrer Verformungseigenschaften durch einen Elastizitätsmodul von 200'000 bis 210'000 N/mm² und die Einteilung in Duktilitätsklassen gekennzeichnet. In der Schweiz gibt es die normalduktile Klasse A für die kaltverformten Stähle mit einem Verhältnis zwischen Zugfestigkeit und Fliessgrenze von mindestens 1,03 und einer Stahldehnung unter Höchstlast von mindestens 2,5 % sowie die hochduktile Klasse B für die warmverformten Stähle mit mindestens 1,08 bzw. 5%.
Der Wärmeausdehnungskoeffizient für Stahl ist im Mittel wie bei Beton 10-5 1/°K. Die heutigen Betonstähle sind alle schweissgeeignet.
Eine wichtige Eigenschaft des Betonstahls ist dessen Verbund mit dem umgebenden Beton. Zur Verbesserung des Verbunds werden Rippen aufgerollt oder auf-gewalzt. Die Rippen haben eine maximale Höhe von 4,5 % und eine Abstand von 60 % des Stabdurchmessers. Durch die Rippen wird eine lokale Verzahnung zwischen dem Beton und dem Stahl erreicht, was eine optimale Kraftübertragung über eine kurze Verbundlänge ermöglicht.
Es werden ausschliesslich Betonstähle verwendet, die im SIA Register SIA 262:2003 für normkonforme Betonstähle enthalten sind.
